Fugen

(engl. masonry joints)
Die Vielfalt der Farben, Oberflächen, Formate und Verbände wird ergänzt durch die Fugenauswahl. Neben der konstruktiven Bedeutung als Bindeglied der Einzelelemente den farblichen Unterschieden den verschiedenen Arten des Fugens – glatt oder rau, vorspringend, mit der Wand abschließend oder zurückgesetzt – gilt es hier der Fassade gestalterische Individualität verleihen.

Eine tief zurückliegende Fuge beispielsweise verstärkt die Licht- und Schattenwirkung durch dunklen Schattenwurf. Die Mörtelfugen können auch zur Betonung der plastischen Wirkung des Mauerwerks zurückliegend und abgeschrägt ausgebildet werden. Bündig mit der Mauerwerksoberfläche ausgebildete Fugen werfen keinen Schatten und betonen so die Flächenwirkung der Wand.
In der Standardausführung sind die Stoßfugen 10 mm und die Lagerfugen 12 mm stark ausgeführt. Kleine Abweichungen sind zulässig. Größere Abweichungen wie z.B. die Ausführung ohne Stoßfuge bedürfen einer vorherigen bautechnischen Abklärung, sind aber durchaus aktuelle stilistische Mittel der Fassadengestaltung.

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