29. Nov

NEXT Destination Klinker: Von Prefab zu Refab

veröffentlicht am 29.11.2021 um 17:39 Uhr / von Katharina Remke

„Prefab“ ist in aller Munde: „Vorfertigung“ ist das neue Zauberwort in der Baubranche. In Zeiten des Fachkräftemangels verheißt die Methode neue Perspektiven für Qualitätssicherung, Verkürzung der Bauzeiten und Digitalisierung. Zahlreiche Hoffnungen und Versprechungen verbinden sich mit diesem Begriff. Der Ansatz scheint zeitgemäß. Dabei ist er schon jahrtausendealt. Schon vor 10.000 Jahren gab es die Idee, Bauelemente vorzufertigen, Form und Größe zu standardisieren, vorgefertigt an die Baustelle zu liefern, um dort präzise verarbeitet zu werden: Die Ziegelbranche gilt als die Mutter der Prefab-Bewegung. Schon lange vor der Digitalisierung galt hier die Formel „design to production“. Verschiedene Tone, Zuschlagstoffe, Brennverfahren und Oberflächenbehandlungen führten zu einer Vielzahl von Designs. Alle in definierter, einheitlicher Qualität.

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10. Okt

Zwei Gebäude, zwei Charaktere – ein Look

Klinkerfassade verleiht I/D Cologne industriellen Charme

veröffentlicht am 10.10.2021 um 8:53 Uhr / von Katharina Remke

Ein komplett neues Gewerbequartier entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs von Köln-Mülheim. Sein Name: I/D Cologne. Auf insgesamt sieben Hektar stehen dann 160.000 m² für Büroflächen zur Verfügung – mit viel Platz für neue Ideen und Synergien mit dem Umfeld, das sich unter anderem zum Medien- und Kulturstandort entwickelt hat. Der Masterplan für das gesamte Areal und der Entwurf für die beiden ersten Bürogebäude – „Haus am Platz“ und „Patiohaus“ – stammen von RKW Architektur +. Für die Fassadengestaltung wählten die Architekten den Baustoff Klinker. Die Hagemeister-Sortierungen „Holsten GT“ und „Liverpool GT“ knüpfen an die benachbarte Klinkertradition an und garantieren eine langlebige und robuste Fassade.

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30. Jun

Pathos Backstein

Eine Betrachtung der Entwicklung von Lehre und Rezeption sichtbaren Backsteinmauerwerks

veröffentlicht am 30.06.2021 um 12:33 Uhr / von David Wilk

Anders, als es im Architekturstudium üblich ist, besteht meine Abschlussarbeit aus einer schriftlichen Auseinandersetzung. Pathos Backstein, wie der Titel der Masterthesis lautet, war ein Gefühl, das mich und auch meine Kommilitonen im Studium begleitet hat und dessen Ursprung ich näher ergründen wollte. Doch wie kann man einem Eindruck entlocken, woher er stammt? Dazu musste ein Weg gefunden werden, der Jenseits des Gefühlten Fakten ermitteln und auswerten kann. Die Arbeit setzt sich mit der „Entwicklung von Lehre und Rezeption sichtbaren Backsteinmauerwerks“ im deutschsprachigen Raum der letzten drei Jahrhunderte auseinander und versucht die Bereiche zwischen Architekturlehrbüchern, gebauten Beispielen und der Wahrnehmung von Backsteingebäuden zu verknüpfen. Damit eröffnete sich ein Forschungsweg, der so schnell nicht abgeschlossen sein wird und mir die Ehre einbrachte, beim Fritz-Höger-Preis für Backsteinarchitektur 2020 in der Kategorie Newcomer eine Auszeichnung zu erhalten. Damit wurde erstmals in der Geschichte des Preises eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Material Backstein prämiert.

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10. Feb

Ausdrucksstarkes Filtermauerwerk

Formklinker verleihen Fassade des Humboldt-Gymnasiums in Köln besondere Plastizität

veröffentlicht am 10.02.2021 um 11:49 Uhr / von Katharina Remke

Die Kölner Südstadt genießt den Ruf, eine der am stärksten von der lokalen Mentalität geprägten Gegenden der Rheinmetropole zu sein. Hier angesiedelt ist das größte Gymnasium der Innenstadt, das seinen Namen dem Naturforscher Alexander von Humboldt zu verdanken hat. Da das Humboldt-Gymnasium nach einer schulentwicklungsplanerischen Prognose mittelfristig zu klein geworden ist, musste es in einer zeitgemäßen Ergänzung ausgebaut werden. Dieser Aufgabe wurde der Entwurf vom ausführenden Büro Numrich Albrecht Klumpp aus Berlin gerecht. In Anlehnung an das bestehende Gebäude wählten die Architekten eine Klinkerfassade, die mit der Hagemeister-Sortierung „Island BA+FU“ ausgeführt wurde, die sich farblich durch ihre sanften Grautöne vom roten Backstein des Bestandsgebäudes abhebt. Spezielle Formklinker geben der Fassade einen individuellen Ausdruck.

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09. Dez

Monolithische Erscheinung

Klinker schafft Identität und Lebendigkeit

veröffentlicht am 09.12.2019 um 15:05 Uhr / von Katharina Remke

Die Stadt Rheinfelden im schweizerischen Kanton Aargau wartet mit mittelalterlichem Charme, einer autofreien Altstadt sowie einem großen Angebot an Cafés, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten auf. Nicht zu vergessen: der Rhein, der zum Flanieren einlädt. Unweit des Flusses ist nach dem Entwurf von Max Dudler Architekten ein neues Ensemble aus fünf Mehrfamilienhäusern entstanden, welches sich als urbane Insel in die städtische Umgebung nahtlos einfügt. Die Klinkerfassade des Komplexes knüpft an die historische Bebauung an. Die weiß-hellbeige Objektsortierung Kaiserstrasse HS des Nottulner Klinkerwerks Hagemeister schafft zusammen mit der passenden Fugenfarbe ein kräftiges monolithisches Gesamtbild.

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28. Nov

Vertikale Stadt

Menschlicher Maßstab in Klinker

veröffentlicht am 28.11.2019 um 12:50 Uhr / von Katharina Remke

Eine neue Landmarke für die russische Metropole Moskau. Mit dem Projekt Vander Park entwarf das Büro de Architekten Cie. einen Wohnkomplex im westlichen Bezirk Kunzewo als ein städtebauliches Ensemble aus unterschiedlichen Türmen. Von einem sechs Meter hohen Sockel erheben sich acht Türme, die in Farbe und Struktur in Kontrast zueinander stehen. Dadurch ergibt sich ein Bild einer vertikalen Stadt. Das Architekturbüro differenzierte die Wohnblöcke unter anderem durch einen cleveren Mix unterschiedlicher Hagemeister-Sortierungen an den Fassaden.

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13. Nov

Verknüpfende Maßstäblichkeit

Klassische Quartiersform mit S-Schwung

veröffentlicht am 13.11.2019 um 15:04 Uhr / von Katharina Remke

Urbanes Leben und herrschaftliches Wohnen: Viele Jahrhunderte lang war das Baugrundstück am Fuße des Erfurter Doms Ort für Klöster und Häuser einer reichen und stolzen Handelsstadt. Nachdem die Bebauung im napoleonischen Krieg zerstört wurde, war das Areal rund zwei Jahrhunderte lang städtebaulich rudimentär mit Parkplatz- und Lagernutzung besetzt. Mit einem neuen gepflegten Wohnquartier kehrt nun Leben an den Dom zurück. Dem Entwurf von Osterwold°Schmidt liegt die Idee zugrunde, den Anspruch auf großzügiges Wohnen mit viel Licht und freier Aussicht mit den stadtbaulichen und kontextuellen Forderungen bestimmter Raumkanten zu vereinen. Die Fassadengestaltung mit Hagemeister-Klinkern der hellen Sortierung Weimar unterstützt diese Idee.

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29. Okt

City Blocks

Erstes ausländisches Hagemeister-Klinkerseminar in Moskau

veröffentlicht am 29.10.2019 um 8:57 Uhr / von Katharina Remke

Zum ersten Mal in der Geschichte des Hagemeister Klinkerseminars gab es eine Ausgabe in Moskau. Die Location war dem Kontext entsprechend gewählt: die Räume von Sergey Skuratov Architects direkt im Garden Quarter. Vier Architekten internationaler Top-Büros referierten zu unterschiedlichen Themen: Pero Puljiz und Jan-Willem Baijense von de Architekten Cie. hielten einen Vortrag über die detailorientierte Verwendung von Klinkern in ihrem Entwurf des großen Moskauer Wohnviertels Vander Park. Tako Postma von Inbo sprach über die sozialen Auswirkungen von Architektur. Sergey Skuratov schloss thematisch mit seinen Visionen von modernem Städtebau ab.

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09. Okt

Nahtlose Eingliederung trotz eigenständigem Charakter

Neubau verweist auf expressive Amsterdamer Architektur

veröffentlicht am 09.10.2019 um 8:17 Uhr / von Katharina Remke

Der Bezirk Diamantbuurt, südlich des Zentrums der niederländischen Hauptstadt gelegen, ist gekennzeichnet durch zahlreiche Bauten der Amsterdamer Schule. In fußläufiger Nähe des markanten Wohnkomplexes De Dageraad wurde nach dem Entwurf des lokal ansässigen Büros atelier PUUUR ein kompakter Neubau in der Lutmastraat realisiert, der mit seiner Klinkerfassade auf die expressive Architektur des frühen 20. Jahrhunderts verweist. Die besondere Farbgebung und die Details der Hagemeister-Sortierung Haltern GT positionieren das Gebäude zudem als Newcomer.

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27. Sep

Klinker verbindet und vertieft

Großes Wohnbauprojekt in Utrechter Arbeiterviertel setzt Backstein-Architektur ein Denkmal

veröffentlicht am 27.09.2019 um 9:58 Uhr / von Katharina Remke

Einen Anschluss an die Nachbarschaft finden und einen Zusammenhang in der Architektur schaffen: Das waren die Leitgedanken für die 136 Einfamilienhäuser und 64 Appartements, die LEVS architecten für das Utrechter Wohnquartier Fruitbuurt Noord entworfen hat. Die Hagemeister-Klinkersortierung Schleswig GT spielt dabei eine wichtige Rolle. Die damit gestalteten Fassaden richten sich nach der bestehenden Backsteinarchitektur, gleichzeitig verbinden die charakteristischen Bänder aus stehendem und liegendem Mauerwerk den Neubau zu einem sichtbar einheitlichen Ensemble.

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Unsere Autoren

  • Marcel Lohmann
    Marcel Lohmann
    Marketingleiter, Hagemeister
  • Heike Thelen
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    freie Redakteurin
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    Katharina Remke
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    Jan Krause
    Gebürtiger Hamburger, geprägt von der Klinkerarchitektur der Speicherstadt, aufgewachsen in einem gelben Klinkergebäude (war in der 1960ern sehr modern, vgl. Grindelhochhäuser von Bernhard Hermkes), fasziniert von der Klinkervielfalt internationaler Architekturerkundungen in Venedig, Mexiko, Kuala Lumpur, New York und Shanghai, leitet den Masterstudiengang Architektur Media Management AMM an der Hochschule Bochum und betreibt Architekturvermittlung mit seinem office for architectural thinking in Berlin.
  • David Jan Wilk
    David Jan Wilk
    ■ Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Promotionsstudent - Lehrstuhl Grundlagen und Theorie der Baukonstruktion - TU Dortmund ■ Fritz-Höger-Preis für Backsteinarchitektur 2020 ■ Ausbildereignungsprüfung der HWK Dortmund 2019 ■ Freiberufliche Tätigkeit als Architekt seit 2018 ■ Master-Abschluss Juni 2018 ■ Jahrgangsbester im Bachelorstudiengang 2015 ■ Stipendiat im Deutschlandstipendium 2014 - 2017

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