20. Aug

Geschichte des Klinkers Teil I

FRÜHE HOCHKULTUREN UND ANTIKE

veröffentlicht am 20.08.2015 um 13:44 Uhr / von Simone Müller

Therme-RomOb Chinesische Mauer, Hagia Sophia in Istanbul oder Chilehaus in Hamburg: Ziegel sind seit den frühen Hochkulturen einer der wichtigsten Baustoffe der Menschheit. Die Baugeschichte hat unzählige Meisterleistungen hervorgebracht, die dank des langlebigen Materials noch immer erhalten sind. In unserer Blog-Reihe „Geschichte des Klinkers“ stellen wir den langen Weg von den ersten Lehm-Ziegeln bis zur heutigen Brennkunst des Klinkers vor. Im ersten Teil widmen wir uns den Urformen des Materials vor 12.000 Jahren bis zur Spätantike. (mehr …)


02. Jun

DIE WELT DURCH SCHÖNHEIT VERÄNDERN

Karl Friedrich Schinkel (*13.03.1781, Neuruppin / +09.10.1841, Berlin)

veröffentlicht am 02.06.2015 um 8:02 Uhr / von Stefanie Kamphues

Karl_friedrich_schinkelKarl Friedrich Schinkel war ein preußischer Baumeister, Architekt, Stadtplaner, Maler, Grafiker und Bühnenbildner, der den Klassizismus in Preußen entscheidend mitgestaltete und das Bauen unter den Gesichtspunkten der Zweckmäßigkeit betrachtete. Darunter standen die Form, das Verhältnis und der Charakter eines Gebäudes mit den Haupteigenschaften bestes Material, beste Bearbeitung und Fügung des Materials.

1798 wurde er in das Elternhaus von Friedrich Gilly in Berlin aufgenommen wodurch er im gleichen Jahr von König Friedrich Wilhelm III an die Bauakademie gelangte. Friedrich und David Gilly lehrten dort, Schinkel war ihr Meisterschüler.

1806 bekam der junge Architekt in Zülchow bei Stettin Kontakt zur Herstellung von Mauerziegeln und Schamottesteinen. Zunächst wurde er Oberbau-Assessor für das „ästethische Fach“, später Geheimer Oberbaudirektor und Beauftragter für die Denkmalpflege in Preußen. Er erstellte mehrere Gutachten zur Instandsetzung von Kirchen.

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14. Apr

Kunst in allen Disziplinen

PETER BEHRENS (*14. APRIL 1868 IN HAMBURG; †27. FEBRUAR 1940 IN BERLIN)

veröffentlicht am 14.04.2015 um 14:40 Uhr / von Simone Müller

Peter_Behrens,_um_1913

Architekt Peter Behrens, um 1913. Fotografie von Waldemar Titzenthaler

Der Begriff „Industriedesign“ ist in der heutigen Zeit eine von vielen genutzte Beschreibung für die Gestaltung von Alltagsgegenständen. Wer diesen Begriff aber maßgeblich geprägt hat und für die Entwicklung und Verbreitung dieser Kunstform verantwortlich ist, wissen nur wenige. Peter Behrens, geboren im Jahr 1868 in Hamburg, war Architekt, Maler, Grafiker, Designer, Typograf und Erfinder der ersten Corporate Identity. Die Architektur brachte sich das Universaltalent autodidaktisch bei und überzeugte mit eindrucksvollen Entwürfen und Bauten. Immer wieder griff Behrens auf Klinker als prägendes Fassadenmaterial zurück, so auch beim Bau des Hauptlagerhauses der Gutehoffnungshütte in Oberhausen oder dem Technischen Verwaltungsgebäude der Hoechst AG in Frankfurt. Mit seinen Arbeiten inspirierte er namhafte Künstler und war unter anderem Lehrer renommierter Architekten, wie zum Beispiel Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe oder Le Corbusier.

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03. Mrz

Backsteintektonik

veröffentlicht am 03.03.2015 um 18:24 Uhr / von Simone Müller

 

Auszüge aus Udo Garritzmann: Die Tektoniken der Backsteinarchitektur – Zwischen der Tektonik des Lasttragens und der Tektonik der Bekleidung

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Dieser Essay ist als Beitrag zu dem Projekt An Exacting Material: Tectonics in Contemporary Brick Architecture an der Academie voor Bouwkunst Amsterdam entstanden.

In einem niederländischen Wörterbuch der Architektur aus 2005 wird Backsteinarchitektur definiert als „Architektur, die Backstein konstruktiv verwendet, als ein Stapelmaterial mit kleinen Maßen. Der Backstein erfüllt eine lasttragende Funktion, und ist daher nicht bloße Füllung oder Bekleidung“

Die Bezeichnung Backsteinarchitektur bei zeitgenössischen Gebäuden bezieht sich in der Regel auf die Verwendung von Backstein genau als Bekleidung oder Füllung. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich das zitierte Wörterbuch insbesondere auf die Architektur vor 1900 bezieht, und dass seine Autoren sich mit der Konservierung und Restaurierung des niederländischen architektonischen Kulturguts beschäftigen.

 

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03. Sep

Amsterdamer Schule

Geschwungene Linien aus Backstein

veröffentlicht am 03.09.2014 um 10:51 Uhr / von Simone Müller

Foto 4Unverkennbar ist der vielseitige Einsatz von Ziegelsteinen, die das Markenzeichen der Amsterdamer Schule sind. Die Stilrichtung der klassischen modernen Architektur prägt heute maßgeblich das Stadtbild von Amsterdam. Verschiedenen Backstein-Arten gliedern die Fassaden optisch. So wirken sie weniger massiv und erscheinen dynamischer. Bekanntester Vertreter des „Backsteinexpressionismus“, der seinen Höhepunkt zwischen 1910 und 1930 erlebte, ist Architekt Michel De Klerk. Mit seinem Werk „Het Schip“, zu Deutsch „Das Schiff“, verewigte er sich im Stadtbild. Die Amsterdamer Schule ist untrennbar mit dem sozialen Wohnungsbau verbunden. Die Gebäude erfüllen aber weit mehr, als den reinen Zweck der Wohnraumgewinnung. (mehr …)


28. Jul

„Man muss Klinker nicht gestalten, er ist Gestaltung selbst.“

Professor Christoph Mäckler über die Bedeutung und Zukunft von Klinker

veröffentlicht am 28.07.2014 um 10:19 Uhr / von Simone Müller

SW_ProfMäcklerArchitekt, Hochschullehrer und Gründer des Instituts für Stadtbaukunst, Professor Christoph Mäckler, vertritt eine Architektur der Angemessenheit. Dabei stehen die Funktionalität und die Dauerhaftigkeit der Gebäude sowie die Eingliederung der Bauten in ihren städtebaulichen Kontext im Vordergrund. Am  Klinker schätzt er besonders dessen langlebigen und lebendigen Charakter. Im Interview spricht er über Qualitäten und Grenzen des Baustoffs, über Klinkerkultur und Vor- und Nachteile aktueller Wärmeschutzmaßnahmen.

Welche architektonischen Einflüsse haben Sie in Ihrer Laufbahn geprägt? Wie definiert sich Ihre Architektur?

Professor Christoph Mäckler: Mich hat zunächst der Funktionalismus geprägt und die Art und Weise, wie in den 70er Jahren in Deutschland Architektur gemacht wurde. Der Funktionalismus hat dazu geführt, dass wir wieder angefangen haben, über Architektur nachzudenken, insbesondere über Stadtarchitektur. Ich orientiere mich an der Kultur der Stadt. Meine Gebäude beschäftigen sich immer mit dem Ort an dem ich baue, mit seiner Geschichte, seiner Kultur und mit seinen Materialien. Ich schaue mir an, wie sich der Ort im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat und versuche mit einer eigenen Architektur darauf einzugehen.

Welche Bedeutung hat Klinker für Ihre Architektur?

Professor Christoph Mäckler: Die Bedeutung des Klinkers ist für mich sehr groß. Ich habe schon als junger Architekt eines meiner ersten Gebäude mit Klinker versehen. Es handelte sich um eine Kindertagesstätte in Frankfurt am Main/Sossenheim. Bei der Planung bin sehr schnell auf einen Tonbrandklinker gekommen. Das Material hat mich überzeugt, weil es an sich schon ein Stück Gestaltung ist. Man muss Klinker nicht gestalten, er ist Gestaltung selbst. Er ist ein Element, das schön anzusehen ist. Das war damals für mich sehr wichtig. Und die Häuschen dieser Kindertagesstätte stehen heute noch wie eine Eins und werden auch in 100 Jahren noch dort stehen. Der Klinker ist einfach nicht zu zerstören, er hält über Jahrzehnte und Jahrhunderte, ohne dass man ihn sanieren muss. (mehr …)


09. Jul

„Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden.“

LUDWIG MIES VAN DER ROHE (*27. MÄRZ 1886 IN AACHEN; †17. AUGUST 1969 IN CHICAGO)

veröffentlicht am 09.07.2014 um 12:18 Uhr / von Simone Müller

Ludwig Mies van der Rohe gilt als einer der einflussreichsten Architekten der Moderne. Seine Arbeit und Lehre haben die Architekturgeschichte maßgeblich geprägt und sind noch immer Vorbild zahlreicher Neubauten. Unverkennbar in all seinen Werken war die Umsetzung seiner klaren Prinzipien: Konstruktionen sollten logisch sein und möglichst einfach. Ästhetik schafft der Architekt mit Hilfe struktureller Elemente. Bei der Umsetzung seiner Visionen griff Mies van der Rohe immer wieder auf Klinker zurück. Der Architekt ersetzte ornamentale Verkleidungen durch kompakte, kubische Komponenten. Dabei achtete er stets darauf, dass das „Einfache nicht mit dem Simplen“ verwechselt wird. Heute hat sich die Aussage des Avantgarde-Architekten zu einem weit verbreiteten Sprichwort entwickelt: „Weniger ist mehr.“

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11. Apr

„Putz ist Lüge“

Conrad Wilhelm Hase (*02.10.1818 in Einbeck +28.03.1902 in Hannover)

veröffentlicht am 11.04.2014 um 10:11 Uhr / von Stefanie Kamphues

Conrad Wilhelm Hase – ein einflussreicher Architekt des 19. Jahrhunderts, war in ganz Norddeutschland tätig, vorwiegend im Raum Niedersachsen. Durch ihn gewann der Ziegel als Fassadenstein wieder deutlich an Bedeutung.

1834 begann er sein Studium der Baukunst in Hannover und schloss es im Jahre 1838 ab. Anschließend empfahl ihm sein Architekturlehrer eine Maurerlehre aufzunehmen. Nach absolvierter Lehrzeit ging es für ihn Richtung München. Hier fand er Arbeit als Maurer bei Leo von Klenze, ein berühmter Architekt des Klassizismus. Die Stadt Einbeck ermöglichte C. W. Hase darauf ein Architekturstudium an der Münchener Akademie. Hier beeinflusste ihn maßgeblich der Rundbogenstil von Friedrich von Gärtner. Dieser hatte die klassizistische Formensprache weiterentwickelt, lehnte verputzte Fassaden ab und benutzte überwiegend Ziegel als Verblendsteine.

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17. Mrz

Die Sehnsucht nach massivem Klinkermauerwerk

Forum Stadtbaukultur Dortmund

veröffentlicht am 17.03.2014 um 14:36 Uhr / von Heike Thelen

Forum StadtbaukulturDie Sehnsucht vieler Architekten nach der massiv durchgemauerten Wand war beim 80. Forum Stadtbaukultur Dortmund zum Thema „Mit Klinkern gemauert“ im denkmalgeschützten Klinkerbau der Handwerkskammer Dortmund spürbar. Doch angesichts aktueller Wärmeschutzstandards scheint dieser Traum, der viele historische Klinkerbauten prägt, heute kaum noch realisierbar. Das haben die Architekten Michael Schwarz, Vertretungs-Professor am Lehrstuhl Gebäudelehre der TU Dortmund, Arndt Brüning, Vorstandsvorsitzender im Bund Deutscher Architekten (BDA) Essen, und Stephan Becker, Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand im Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure (BDB) Dortmund, deutlich gemacht.

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05. Feb

Ästhetik Klinker Nachhaltigkeit

Hagemeister Architektenseminar 2014

veröffentlicht am 05.02.2014 um 10:17 Uhr / von Heike Thelen

Referenten im Klinker Seminar 2014In welchem Verhältnis stehen Ästhetik und Nachhaltigkeit in der Architektur? Ist ein luftdicht verpacktes Energiesparhaus schon nachhaltig? Inwiefern fließen ästhetische Überlegungen in die Gebäudezertifizierung des Deutschen Gütesiegels Nachhaltiges Bauen (DGNB)  ein? Diese Fragen haben internationale Referenten wie Sergey Skuratov aus Moskau, Friedrich Wolters  aus Coesfeld, Peter Böhm aus Köln und Prof. Dr.-Ing. Thomas Stark aus Konstanz beim Hagemeister Klinkerseminar 2014 in Nottuln an zwei Tagen mit 500 Architekten diskutiert und aus technischen, ästhetischen, energetischen und historischen Blickwinkeln beleuchtet. (mehr …)



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