16. Mrz

Harmonie der Töne

Klinkerseminar von Hagemeister zur Farbe in der Architektur

veröffentlicht am 16.03.2018 um 9:18 Uhr / von Matthias Herking

In enger Abstimmung mit Architekten entwirft und produziert das Traditionswerk Hagemeister projektspezifische Klinkersortierungen nach Maß. Weil die Farbauswahl ein wichtiger Bestandteil des Entwurfsprozesses ist, hat Hagemeister ihr das diesjährige Klinkerseminar gewidmet. Unter dem Motto „Harmonie der Töne“ haben sich vier Referenten aus der nationalen und internationalen Architekturszene mit der Bedeutung der Farbe für die Architektur auseinandergesetzt.

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14. Feb

Sowohl die Textur von Pflasterklinkern als auch ihre wunderschönen Farbvariationen sind für Landschaftsarchitekten verführerisch

Interview Mette Lund Traberg

veröffentlicht am 14.02.2018 um 12:12 Uhr / von Isabell Reinecke

Die Landschaftsarchitektin Mette Lund Traberg vom Architektenbüro Sweco Architects in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen fühlt sich vor allem von der Natur inspiriert. Das spiegelt sich auch in der Wahl ihrer Materialien wider: Pflasterklinker schätzt sie danks einer Natürlichkeit und Nachhaltigkeit. Deswegen ist er für die Dänin der Baustoff der Zukunft.

Wie würden Sie Ihren persönlichen Zugang zur Landschaftsgestaltung beschreiben? Wovon werden Sie beeinflusst?

Mette Lund Traberg: Selbst im urbanen Kontext ist es insbesondere die Natur, die mich inspiriert. Heutzutage streben wir danach, nachhaltiger zu leben, und wollen uns der Natur nah fühlen. Das bestärkt mich, mit natürlichen Materialien und heimischen Pflanzen zu arbeiten. Darüber hinaus soll das Design einfach und flexibel in seinen Grundelementen sein.

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16. Nov

„Klinker ist Maß und gibt Maß“

im Gespräch mit Dipl.-Ing. Joachim Hein – Partner bei RKW Architektur+

veröffentlicht am 16.11.2017 um 14:20 Uhr / von Isabell Reinecke

Für Dipl.-Ing. Joachim Hein, geschäftsführender Gesellschafter der RKW Architektur + mit Sitz in Düsseldorf, gilt das Motto des amerikanischen Malers Barnett Newman "Human scale for human being" auch für seine Architektur. Im Interview greift Hein den aktuellen Diskurs um das urbane, dichte Leben in der Stadt auf. Er nimmt Stellung zu den Wohnwelten der Zukunft und zeigt auf, wie Architektur heute den gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit begegnen kann.

Wie würden Sie Ihre Architektur beschreiben?

Ich bin auch der Suche nach Wohnwelten der Zukunft. Und das bedeutet immer, auch Formen für home office, generationenübergreifendes Gemeinschaftsleben, Kinderbetreuung – und natürlich auch spontan für Notwendiges – wie Freizeit mitzudenken.

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09. Okt

Die Sieger wurden gefeiert

Preise gehen an hochkarätige Architekturbüros und Ihre Klinkerbauten

veröffentlicht am 09.10.2017 um 15:39 Uhr / von Marcel Lohmann

BONN/BERLIN. Am 6. Oktober 2017 war das Deutsche Architekturzentrum (DAZ) in Berlin Schauplatz der Verleihung des Fritz-Höger-Preises 2017 für Backstein-Architektur. Vor internationalem Publikum wurden die besten Beiträge des diesjährigen Wettbewerbs verkündet. Große Sieger des Abends waren Caruso St John Architects, die für den Neubau des Hauptsitzes der Bremer Landesbank mit dem Grand Prix geehrt wurden. Darüber hinaus wurden in mehreren Kategorien der Fritz-Höger-Preis in Gold und Silber sowie die Auszeichnung Special Mention vergeben.

Hier finden Sie die kompette Übersicht aller Sieger, Special Mentions und Nominierten!

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07. Jul

Neuer Teilnehmerrekord!

Mehr als 600 Einreichungen bei vierter Auslobung des Fritz-Höger Preises

veröffentlicht am 07.07.2017 um 14:35 Uhr / von Marcel Lohmann

1496759907_fhp-header_teilnehmerrekordBONN. Mit mehr als 600 eingereichten Projekten aus allen fünf Kontinenten verzeichnet der von der Initiative Bauen mit Backstein ausgelobte Fritz-Höger-Preis 2017 einen großartigen neuen Teilnehmerrekord – und unterstreicht damit erneut seinen Stellenwert als einer der größten und renommiertesten Architekturpreise Deutschlands.
Es sind beeindruckende Zahlen: Über 600 Einreichungen, darunter gut 180 aus dem Ausland, verteilt auf 32 Nationen – die vierte Auslobung des Fritz-Höger-Preises für Backstein-Architektur übertrifft sämtliche Erwartungen! (mehr …)


13. Apr

Klinker – Tragwerk oder Tapete

veröffentlicht am 13.04.2017 um 11:22 Uhr / von Isabell Reinecke

Die Renaissance des Backsteins ist dank seiner unverwechselbaren Haptik und künstlerischen Strahlkraft in der aktuellen Architekturszene überall zu spüren. Wie nationale und internationale Architekten den traditionellen Baustoff Klinker immer wieder neu interpretieren, stellten am 7. und 8. März Ir. Koen Mulder aus Delft, Dipl.-Ing. Joerg Verwohlt aus Emsdetten, Jeroen Geurst aus Den Haag und Dipl.-Ing. Joachim Hein aus Düsseldorf den rund 470 Teilnehmern beim Klinkerseminar in Nottuln vor.

„Klinker – Tragwerk oder Tapete“: Mit einer Frage, die eigentlich keine Frage ist, eröffnet Dr. Christina Hagemeister die14. Auflage des Klinkerseminars 2017: „Wir haben unser Leitthema bewusst ohne Fragezeichen formuliert, weil es uns nicht darum geht, zu philosophieren, was das Richtige ist, sondern weil wir mit Ihnen die vielfältigen Ausprägungen des Klinkers beleuchten wollen.“ In ihren Vorträgen luden die Referenten die Teilnehmer ein, ihre Sichtweisen auf die vielfältige Materialität von Klinker kennenzulernen.
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13. Apr

Zufallsfund führt zu einem historischen Ziegelbrandofen

Juwel der traditionellen Brennkunst schlummerte jahrhundertelang im Boden

veröffentlicht am 13.04.2017 um 10:24 Uhr / von Dorota Wilke

Manchmal sucht man nicht – und findet trotzdem. So erging es Bauarbeitern im münsterländischen Nottuln, die mit den Vorarbeiten für eine Umgehungsstraße beauftragt waren. Als sie auf Strukturen im Boden stießen, die sie nicht zuordnen konnten, wurde der Kampfmittelräumdienst gerufen. Mithilfe von speziellen geomagnetischen Geräten wurde schnell klar: Diese rechteckigen Strukturen, die sich unter der Oberfläche abzeichneten, waren von Menschen erschaffen worden. Der Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe wurde zu Rate gezogen und stellte fest: Bei dem Fund handelt es sich um einen alten Ziegelbrennofen – den besterhaltenen aus der Zeit der Wanderziegler und das nur einen Steinwurf vom heutigen Standort des Klinkerwerks Hagemeister entfernt.DCIM100GOPROGOPR0174.

Irgendwann im 19. Jahrhundert, spätestens in den 1820ern, muss diese Anlage in Betrieb gewesen sein, schätzen die Experten. Fingerabdrücke in Ziegeln, die im Boden gefunden worden waren, zeugen noch heute von der schweren Arbeit, die die Ziegler hier verrichtet haben. Gemutmaßt wird, dass sie diese Anlage nur solange betrieben, wie sie nötig war – vermutlich, um für das 1748 bei einem Feuer zerstörte Nottuln den notwendigen Baustoff zu liefern.
Schürgänge zur Befeuerung, Brennkammer und eine Rampe als Zugang haben den Zahn der Zeit überlebt, ein Stück entfernt wurde die Grube lokalisiert, in der die Ziegler den Ton mühevoll abgebaut haben, um ihn dann zunächst mit eigener Muskelkraft, später mithilfe von Pferden mit Wasser zu mischen und ihn so geschmeidig zu machen.
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12. Dez

Hochwertiges Backsteinbuch informiert über Klinker

Ausgewählte Hagemeister-Objekte geben Einblick in verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten

veröffentlicht am 12.12.2016 um 15:46 Uhr / von Dorota Wilke

Es gibt Dinge, die nicht aus der Mode kommen: Das „kleine Schwarze“, eine gute Flasche Rotwein, und Ziegel. Seit Jahrtausenden sind Ziegelsteine im Gebrauch – egal ob für kleine Häuser oder Pyramiden. Der Baustoff ist beständig und nachhaltig. In einigen Epochen war er verpönt, weil er zu rustikal wirkte und wurde kurzerhand weiß verputzt, so dass die Arbeit des Handwerkers nicht mehr sichtbar war.

Doch er hat alle Mode- und Baustile überdauert und ist auch heute aktiv dabei, wenn es um moderne und traditionell angehauchte Bauten geht. Die Deutsche Verlags-Anstalt DVA hat Einfamilienhäusern, die aus Backstein gebaut worden sind, ein ganzes Buch gewidmet.

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04. Mai

Geschichte des Klinkers Teil 2

Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert

veröffentlicht am 04.05.2016 um 11:01 Uhr / von Simone Müller

Der Einsatz von Ziegel zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Bauwesens. Im ersten Teil unserer Blogreihe beschäftigten wir uns bereits mit den Urformen des Materials vor 12.000 Jahren bis zur Spätantike. Zwischen Mittelalter und 19. Jahrhundert erlebte die Klinkerarchitektur jedoch phasenweise Hoch- und Tiefpunkte: Mit der Backsteingotik hatte der gebrannte Ton um 1200 abermals an Bedeutung gewonnen. Die römische Kirche errichtete mithilfe des massiven Baustoffs imposante Gebäude. Während der Renaissance und dem barocken Zeitalter trat der Stein als sichtbares Element zunächst wieder in den Hintergrund. Mit der industriellen Revolution wurde der Brennvorgang mechanisiert und der Ziegel nahm erneut erheblichen Einfluss auf die Architekturgeschichte. Erstmals normten Richtlinien das Format der Steine.

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29. Jan

„Klinker ist ein disziplinierendes Material“

IM GESPRÄCH MIT JAN PETER WINGENDER

veröffentlicht am 29.01.2016 um 12:07 Uhr / von Simone Müller

Jan-Peter-WingenderBeständige, funktionale und zum Ort passende Bauten charakterisieren die Architektur von Jan Peter Wingender, Mitgründer des Amsterdamer Büros Office Winhov. Im Interview spricht der Architekt, Hochschuldozent und Buchautor über Materialdenken, Veränderungen und Trends in der niederländischen Baukultur sowie seinen besonderen Bezug zum Baustoff Klinker.

Herr Wingender, wie würden Sie Ihre Architektur beschreiben? 

Jan Peter Wingender: In unserem Büro interessieren wir uns besonders für gewöhnliche Gebäude. Die Stadt ist auf Grundlage solcher Bauten geschaffen. Wir verstehen darunter Architektur, die sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern sich mit dem städtebaulichen Kontext auseinandersetzt und in das Stadtgefüge integriert. Häufig werden solche Objekte fälschlicherweise als normal oder sogar banal eingestuft. Jedoch sind sie nicht einfach zu entwickeln. Hinter ihrer vermeintlichen Gewöhnlichkeit steckt eine Raffinesse, die ihnen schließlich einen Sinn verleiht. Sorgfältige Studien des Ortes und eine starke formale, materielle Präsenz charakterisieren unsere Designs.

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