01. Apr

harris + kurrle architekten: Archäologisches Zentrum Berlin

Kompromisslos puristisch

veröffentlicht am 01.04.2014 um 13:27 Uhr / von Heike Thelen

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Polarität zwischen erdig-grauen, monolithisch anmutenden Klinkerquadern und abstrakt weißem Innenraum prägt den Neubau des Archäologischen Zentrums Berlin. In direkter Nachbarschaft zum barocken Bode-Museum und dem 2009 eröffneten Grimm-Zentrum des Schweizer Architekten Max Dudler haben harris und kurrle architekten zwei verschränkte Baukörper errichtet, die auf abstrakte Weise an die skulpturale Kraft archaischer Bauwerke erinnern. Der mit der Fußseite vermauerte Hagemeister Fassadenklinker im Dünnformat unterstreicht die monumentale Form und Masse des Bauwerks. Gleichzeitig hauchen die vielfältigen Farbnuancen warmer Grautöne, durchzogen von sandsteinfarbenen Adern, der homogenen Fassadenfläche Leben ein.

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17. Mrz

Die Sehnsucht nach massivem Klinkermauerwerk

Forum Stadtbaukultur Dortmund

veröffentlicht am 17.03.2014 um 14:36 Uhr / von Heike Thelen

Forum StadtbaukulturDie Sehnsucht vieler Architekten nach der massiv durchgemauerten Wand war beim 80. Forum Stadtbaukultur Dortmund zum Thema „Mit Klinkern gemauert“ im denkmalgeschützten Klinkerbau der Handwerkskammer Dortmund spürbar. Doch angesichts aktueller Wärmeschutzstandards scheint dieser Traum, der viele historische Klinkerbauten prägt, heute kaum noch realisierbar. Das haben die Architekten Michael Schwarz, Vertretungs-Professor am Lehrstuhl Gebäudelehre der TU Dortmund, Arndt Brüning, Vorstandsvorsitzender im Bund Deutscher Architekten (BDA) Essen, und Stephan Becker, Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand im Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure (BDB) Dortmund, deutlich gemacht.

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05. Feb

Ästhetik Klinker Nachhaltigkeit

Hagemeister Architektenseminar 2014

veröffentlicht am 05.02.2014 um 10:17 Uhr / von Heike Thelen

Referenten im Klinker Seminar 2014In welchem Verhältnis stehen Ästhetik und Nachhaltigkeit in der Architektur? Ist ein luftdicht verpacktes Energiesparhaus schon nachhaltig? Inwiefern fließen ästhetische Überlegungen in die Gebäudezertifizierung des Deutschen Gütesiegels Nachhaltiges Bauen (DGNB)  ein? Diese Fragen haben internationale Referenten wie Sergey Skuratov aus Moskau, Friedrich Wolters  aus Coesfeld, Peter Böhm aus Köln und Prof. Dr.-Ing. Thomas Stark aus Konstanz beim Hagemeister Klinkerseminar 2014 in Nottuln an zwei Tagen mit 500 Architekten diskutiert und aus technischen, ästhetischen, energetischen und historischen Blickwinkeln beleuchtet. (mehr …)


25. Nov

„Klinker altert elegant“

Interview mit Peter L. Wilson, Architekt und Büropartner bei BOLLES+WILSON GmbH & Co. KG in Münster

veröffentlicht am 25.11.2013 um 14:41 Uhr / von Heike Thelen

BOLLES+WILSON ArchitektenehepaarPeter L. Wilson ist Architekt und Büropartner bei BOLLES+WILSON GmbH & Co. KG in Münster. Für ihn ist Klinker eines der nachhaltigsten Baumaterialien. Denn energieeffizient zu bauen bedeutet für ihn, den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes zu betrachten. Mit Blick auf Langlebigkeit könne der Klinker seine Qualitäten voll ausspielen.

Was macht den Reiz des Klinkers aus?
Peter L. Wilson:
Seine Solidität. Klinker ist ein absolut dauerhaftes, würdiges Material. Er ist sehr robust. Sein Reiz besteht in seiner charakteristischen Optik ebenso wie in seiner Masse.

Welche besonderen Qualitäten des Klinkers sind für Ihre Entwürfe entscheidend?
Peter L. Wilson:
Etwa 40 bis 50 Prozent unserer Bauwerke bauen wir mit Klinker. Bauherren sind immer beruhigt, wenn wir Klinker einsetzen. Er hat eine allgemeine Akzeptanz, weil er ein sehr bekanntes und vertrautes Material ist. Denn Klinker altert sehr elegant. Andere Materialien müssen gepflegt werden. Klinker mit Patina ist dagegen noch schöner als neuer Klinker.

Warum prägen dann so viele Betonbauten die aktuelle Architektur?
Peter L. Wilson:
In dieser Frage gilt es, kurzfristige Effekte und langfristige Qualitäten zu unterscheiden. Beton ist zurzeit sehr „in“. Aber wir alle wissen, dass Beton im Außenbereich bei weitem nicht die Langlebigkeit hat wie Klinker. Bei der Materialwahl muss man die ganze Lebensdauer des Gebäudes im Auge behalten. Deshalb verwenden wir von BOLLES+WILSON außen fast nie Sichtbeton. (mehr …)


25. Nov

„Jeder Ziegel ist für sich schön“

Interview mit Architekt Arno Lederer, Büropartner bei lederer+ragnarsdóttir+oei in Stuttgart und Professor für Architektur an der Universität Stuttgart

veröffentlicht am 25.11.2013 um 14:15 Uhr / von Heike Thelen

LROArno Lederer ist Architekt, Büropartner bei lederer+ragnarsdóttir+oei in Stuttgart und Professor für Architektur an der Universität Stuttgart. Als streitbarer Verfechter des massiven Ziegelmauerwerks tritt er für eine formenreiche Baukunst mit dem traditionellen Baustoff ein und fordert zu ganzheitlicher Betrachtungsweise in der Energiedebatte auf.

Welche Bedeutung hat der Ziegel für den architektonischen Entwurf?
Arno Lederer: Ich baue gern mit Materialien, die man durch die Jahrhunderte kennt und die dadurch eine gewisse Akzeptenz und Vertrautheit haben. Wie der Ziegel eben. Durch diesen Baustoff und die Art seiner Schichtung ist einem in einer ersten Annäherung an ein Gebäude bereits alles vertraut. Neu sind allein die modernen und zeitgemäßen Formen.

Was macht den Unterschied zwischen Ziegelmauerwerk und Bauwerken aus Beton und Stahl aus?
Arno Lederer: Jedes Material für sich genommen hat seine spezifischen Eigenschaften und Qualitäten. Für welches Material man sich entscheidet, hängt immer von der Bauaufgabe ab. So würde ich für weit gespannte Bauwerke eine Konstruktion aus Beton und Stahl errichten, für mehrgeschossige eignet sich Beton aufgrund des erforderlichen Brandschutzes. Bei Gebäuden mit kurzen Spannweiten ist es der Ziegel wegen der Vertrautheit des Materials im Kontext zu Landschaft und Umgebung. Denn wir müssen ja keinen Kontrast bauen. In unserem Architekturbüro beschäftigen wir uns mit dem Thema des Weiterbauens und der Kontinuität.
Über diese konstruktive Dimension der Materialwahl hinaus eignet sich der Klinker auch für zahlreiche Bauwerke als Vormauerziegel. Seine Haptik, dass man den Ziegel anfassen kann, macht einen wesentlichen Teil der Faszination für das Material aus. (mehr …)


23. Jul

Geurst & Schulze architecten: Jazzsingel Utrecht

Stromlinienverband bringt Swing ins Jazzviertel

veröffentlicht am 23.07.2013 um 12:57 Uhr / von Heike Thelen

Geurst & Schulze architecten: Jazzsingel UtrechtInmitten des rasant wachsenden Stadtviertels Leidsche Rijn im Westen von Utrecht haben Geurst & Schulze architecten einen markanten Wohnkomplex aus drei in sich geschlossenen Blöcken realisiert. Ihr Entwurf überträgt das Wohngefühl altrömischer Villen in die urbane Lage zwischen Jazzsingel und Louis Armstronglaan. Das Gesicht der Gebäude prägt Hagemeister Klinker der Sortierung „Gent “ BU+FU in natürlich-warmen Braunnuancen, die vom dunklen Sandton bis zum rötlichen Bronzebraun mit schwarzen Kohlebrand-Passagen changieren. (mehr …)


28. Feb

Baukultur in Klinker

Architektenseminar im Ziegelwerk 2013

veröffentlicht am 28.02.2013 um 17:08 Uhr / von Heike Thelen

Hagemeister Klinkerseminar01Klinkerarchitektur hat zu jeder Zeit einen bedeutenden Beitrag zur Baukultur geleistet. Das haben die Referenten des Architektenseminars im Klinkerwerk Hagemeister beispielhaft vor knapp 400 Architekten und Planern gezeigt. Zwei Tage lang beleuchteten Robert Wetzels, Inhaber des Kölner Büros bob-architektur, Jan Peter Wingender, Gesellschafter von Wingender Hovenier Architecten BV aus Amsterdam, Jörg Preckel, Partner von Pfeiffer-Ellermann-Preckel GmbH aus Münster und Paola Pellandini, Architektin im Schweizer Studio Architetto Mario Botta, herausragende Klinkerarchitektur in Deutschland, Italien, den Niederlanden, der Schweiz und China. Ihre Beispiele veranschaulichen, dass in der aktuellen Architektur die konstruktive Funktion des Ziegels als Baumaterial hinter seine dekorativen und langlebigen Eigenschaften als Verblendmaterial rückt.

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  • Marcel Lohmann
    Marcel Lohmann
    Marketingleiter, Hagemeister
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    Gebürtiger Hamburger, geprägt von der Klinkerarchitektur der Speicherstadt, aufgewachsen in einem gelben Klinkergebäude (war in der 1960ern sehr modern, vgl. Grindelhochhäuser von Bernhard Hermkes), fasziniert von der Klinkervielfalt internationaler Architekturerkundungen in Venedig, Mexiko, Kuala Lumpur, New York und Shanghai, leitet den Masterstudiengang Architektur Media Management AMM an der Hochschule Bochum und betreibt Architekturvermittlung mit seinem office for architectural thinking in Berlin.
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    David Jan Wilk
    ■ Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Promotionsstudent - Lehrstuhl Grundlagen und Theorie der Baukonstruktion - TU Dortmund ■ Fritz-Höger-Preis für Backsteinarchitektur 2020 ■ Ausbildereignungsprüfung der HWK Dortmund 2019 ■ Freiberufliche Tätigkeit als Architekt seit 2018 ■ Master-Abschluss Juni 2018 ■ Jahrgangsbester im Bachelorstudiengang 2015 ■ Stipendiat im Deutschlandstipendium 2014 - 2017

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