15. Mai

Architekt Justus Mayser: Potsdamer Bungalow

Moderne in Backstein

veröffentlicht am 15.05.2015 um 15:25 Uhr / von Marcel Lohmann / 0 Kommentare

Beim Bau des Bungalows in Potsdam Glienicke gab es von Anfang an eine sehr fruchtbare Beziehung von Architekt und Auftraggeber: „Beide Bauherren hatten schon Erfahrung mit dem Bau von Häusern gesammelt“, sagt der in Michendorf ansässige Architekt Justus Mayser. „Es war sehr wohltuend, mit Leuten zu arbeiten, die wissen, was beim Bauen alles passieren kann.“
Berlin_ Arch Mayser_Manchester ModF (1)Die Bauherren sind nach Potsdam gezogen, um in der Nähe ihrer Kinder zu sein. Auf dem 1.497 m2 großen Grundstück sollte ein Alterswohnsitz entstehen, um dort naturnah zu leben. Das Ehepaar hatte den Wunsch, alle Wohneinheiten auf einer Ebene barrierefrei unterzubringen, damit sie dort im fortgeschrittenen Alter nicht wieder ausziehen müssen.
Da die Bauherren bereits Kompetenz mitbrachten, konnte der Architekt sich dem Projekt auch auf einer inhaltlichen Ebene annähern: „Wir sind gestartet, wie ich es sonst eigentlich nicht mache“, sagt Justus Mayser. „Ich habe aus der Literatur Beispiele rausgesucht, und wir haben darüber diskutiert“. Zu den Inspirationsquellen gehörten die Bauten von Mies van der Rohe wie zum Beispiel das Farnsworth House oder auch die berühmten Case Study Houses in Kalifornien. (weiterlesen …)


05. Feb

Ästhetik Klinker Nachhaltigkeit

Hagemeister Architektenseminar 2014

veröffentlicht am 05.02.2014 um 10:17 Uhr / von Heike Thelen / 2 Kommentare

Referenten im Klinker Seminar 2014In welchem Verhältnis stehen Ästhetik und Nachhaltigkeit in der Architektur? Ist ein luftdicht verpacktes Energiesparhaus schon nachhaltig? Inwiefern fließen ästhetische Überlegungen in die Gebäudezertifizierung des Deutschen Gütesiegels Nachhaltiges Bauen (DGNB)  ein? Diese Fragen haben internationale Referenten wie Sergey Skuratov aus Moskau, Friedrich Wolters  aus Coesfeld, Peter Böhm aus Köln und Prof. Dr.-Ing. Thomas Stark aus Konstanz beim Hagemeister Klinkerseminar 2014 in Nottuln an zwei Tagen mit 500 Architekten diskutiert und aus technischen, ästhetischen, energetischen und historischen Blickwinkeln beleuchtet. (weiterlesen …)


25. Nov

„Klinker altert elegant“

Interview mit Peter L. Wilson, Architekt und Büropartner bei BOLLES+WILSON GmbH & Co. KG in Münster

veröffentlicht am 25.11.2013 um 14:41 Uhr / von Heike Thelen / 0 Kommentare

BOLLES+WILSON ArchitektenehepaarPeter L. Wilson ist Architekt und Büropartner bei BOLLES+WILSON GmbH & Co. KG in Münster. Für ihn ist Klinker eines der nachhaltigsten Baumaterialien. Denn energieeffizient zu bauen bedeutet für ihn, den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes zu betrachten. Mit Blick auf Langlebigkeit könne der Klinker seine Qualitäten voll ausspielen.

Was macht den Reiz des Klinkers aus?
Peter L. Wilson:
Seine Solidität. Klinker ist ein absolut dauerhaftes, würdiges Material. Er ist sehr robust. Sein Reiz besteht in seiner charakteristischen Optik ebenso wie in seiner Masse.

Welche besonderen Qualitäten des Klinkers sind für Ihre Entwürfe entscheidend?
Peter L. Wilson:
Etwa 40 bis 50 Prozent unserer Bauwerke bauen wir mit Klinker. Bauherren sind immer beruhigt, wenn wir Klinker einsetzen. Er hat eine allgemeine Akzeptanz, weil er ein sehr bekanntes und vertrautes Material ist. Denn Klinker altert sehr elegant. Andere Materialien müssen gepflegt werden. Klinker mit Patina ist dagegen noch schöner als neuer Klinker.

Warum prägen dann so viele Betonbauten die aktuelle Architektur?
Peter L. Wilson:
In dieser Frage gilt es, kurzfristige Effekte und langfristige Qualitäten zu unterscheiden. Beton ist zurzeit sehr „in“. Aber wir alle wissen, dass Beton im Außenbereich bei weitem nicht die Langlebigkeit hat wie Klinker. Bei der Materialwahl muss man die ganze Lebensdauer des Gebäudes im Auge behalten. Deshalb verwenden wir von BOLLES+WILSON außen fast nie Sichtbeton. (weiterlesen …)


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