29. Jan

“Klinker ist ein disziplinierendes Material”

IM GESPRÄCH MIT JAN PETER WINGENDER

veröffentlicht am 29.01.2016 um 12:07 Uhr / von Simone Müller / 0 Kommentare

Jan-Peter-WingenderBeständige, funktionale und zum Ort passende Bauten charakterisieren die Architektur von Jan Peter Wingender, Mitgründer des Amsterdamer Büros Office Winhov. Im Interview spricht der Architekt, Hochschuldozent und Buchautor über Materialdenken, Veränderungen und Trends in der niederländischen Baukultur sowie seinen besonderen Bezug zum Baustoff Klinker.

Herr Wingender, wie würden Sie Ihre Architektur beschreiben? 

Jan Peter Wingender: In unserem Büro interessieren wir uns besonders für gewöhnliche Gebäude. Die Stadt ist auf Grundlage solcher Bauten geschaffen. Wir verstehen darunter Architektur, die sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern sich mit dem städtebaulichen Kontext auseinandersetzt und in das Stadtgefüge integriert. Häufig werden solche Objekte fälschlicherweise als normal oder sogar banal eingestuft. Jedoch sind sie nicht einfach zu entwickeln. Hinter ihrer vermeintlichen Gewöhnlichkeit steckt eine Raffinesse, die ihnen schließlich einen Sinn verleiht. Sorgfältige Studien des Ortes und eine starke formale, materielle Präsenz charakterisieren unsere Designs.

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12. Feb

Planungsbüro pbr: Staatsarchiv Stade

Massivität und Transparenz im Wechselspiel

veröffentlicht am 12.02.2015 um 15:06 Uhr / von Marcel Lohmann / 0 Kommentare

Mit seiner klaren Formensprache fügt sich der Neubau des Niedersächsischen Landesarchivs am Standort Stade harmonisch in das bestehende Stadtbild ein. Der Entwurf des Planungsbüros pbr aus Osnabrück stellt eine optimale Verbindung von Raumangebot, Schutz der Archivalien und Nachhaltigkeit her. Drei kubische Baukörper sind über eine zentrale Erschließung miteinander verbunden und spiegeln ihre unterschiedlichen Funktionen in der Gebäudehülle wider. Aus der Kombination verschiedener Fassadenelemente ergibt sich ein spannungsreiches Wechselspiel von geschlossenen und offenen Partien. Klinker der Sortierung „Lübeck“ aus dem Nottulner Klinkerwerk Hagemeister verleiht dem Komplex einen massiven, schützenden Charakter und schlägt eine Brücke zum ziegelgeprägten Stadtgebiet.

Stade_Grabenweg_Neubau Landesarchiv_Verwaltung + Archiv_NF Lübeck (27)

Das neue Staatsarchiv in Stade ist nicht nur aus architektonischer Sicht besonders: Die länderübergreifende Zusammenarbeit im Archivwesen zwischen der Landesregierung Niedersachsens und der Freien Hansestadt Hamburg ist bundesweit einzigartig. Im alten Staatsarchiv Stade, das Mitte der 60er-Jahre entstand, waren die räumlichen Kapazitäten für die Aufbewahrung von Grundbüchern und Akten erschöpft. Außerdem entsprach das Archiv nicht den Anforderungen einer fachgerechten Aufbewahrung von Archivgut. Der Neubau zeichnet sich neben Raum für 50 Regalkilometer, durch kurze Wege sowie eine moderne Ausstattung aus. Die Planer setzten auf das Prinzip der natürlichen, passiven Klimatisierung, die ein selbst stabilisierendes Raumklima generiert. Durch diesen Schritt werden Betriebskosten gespart und die Nachhaltigkeit aus ökologischer Sicht sichergestellt. (weiterlesen …)


01. Apr

harris + kurrle architekten: Archäologisches Zentrum Berlin

Kompromisslos puristisch

veröffentlicht am 01.04.2014 um 13:27 Uhr / von Heike Thelen / 0 Kommentare

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Polarität zwischen erdig-grauen, monolithisch anmutenden Klinkerquadern und abstrakt weißem Innenraum prägt den Neubau des Archäologischen Zentrums Berlin. In direkter Nachbarschaft zum barocken Bode-Museum und dem 2009 eröffneten Grimm-Zentrum des Schweizer Architekten Max Dudler haben harris und kurrle architekten zwei verschränkte Baukörper errichtet, die auf abstrakte Weise an die skulpturale Kraft archaischer Bauwerke erinnern. Der mit der Fußseite vermauerte Hagemeister Fassadenklinker im Dünnformat unterstreicht die monumentale Form und Masse des Bauwerks. Gleichzeitig hauchen die vielfältigen Farbnuancen warmer Grautöne, durchzogen von sandsteinfarbenen Adern, der homogenen Fassadenfläche Leben ein.

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22. Okt

Jan Kleihues: H10 Berlin

Ausgezeichneter Hotelbau setzt Schmuckkästchen in Szene

veröffentlicht am 22.10.2012 um 15:13 Uhr / von Marcel Lohmann / 0 Kommentare

Jan Kleihues: H10 BerlinArchitekt Jan Kleihues hat das Hotel H10 an der Joachimstaler Straße 31-32 unweit des Berliner Kurfürstendamms als rücksichtsvolles und zugleich selbstbewusstes Zusammenspiel eines Klinkerneubaus mit einem denkmalgeschützten Altbau konzipiert. Ein achtgeschossiges Quergebäude mit profilierter Mauerwerksfassade rundet das denkmalgeschützte „Schmuckkästchen“ des Architekten Paul Bratring aus dem Jahr 1889 ab und setzt es wirkungsvoll in Szene. Die architektonische Einheit ist ein gelungenes Beispiel für die Integration moderner handwerklicher Baukunst in ein historisch geprägtes Gebäudeensemble. Eine internationale Jury hat die konsequente Integration der Materialien und Proportionen des alten Backsteinbaus in den neuen Bauabschnitt mit dem 1. Preis des AIT-Awards in der Kategorie „Hotel“ prämiert.

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