07. Jul

Neuer Teilnehmerrekord!

Mehr als 600 Einreichungen bei vierter Auslobung des Fritz-Höger Preises

veröffentlicht am 07.07.2017 um 14:35 Uhr / von Marcel Lohmann / 0 Kommentare

1496759907_fhp-header_teilnehmerrekordBONN. Mit mehr als 600 eingereichten Projekten aus allen fünf Kontinenten verzeichnet der von der Initiative Bauen mit Backstein ausgelobte Fritz-Höger-Preis 2017 einen großartigen neuen Teilnehmerrekord – und unterstreicht damit erneut seinen Stellenwert als einer der größten und renommiertesten Architekturpreise Deutschlands.
Es sind beeindruckende Zahlen: Über 600 Einreichungen, darunter gut 180 aus dem Ausland, verteilt auf 32 Nationen – die vierte Auslobung des Fritz-Höger-Preises für Backstein-Architektur übertrifft sämtliche Erwartungen!

Schöne Bestätigung

„Diese enorme Zahl an Bewerbungen ist eine schöne Bestätigung unserer Arbeit und macht die Wertschätzung deutlich, die der Preis in der Architekturwelt genießt. Vor allem aber veranschaulicht sie erneut das gestalterische Potenzial, das Bauen mit Backstein besitzt und das es zu einem gewichtigen Bestandteil zeitgenössischer Baukunst macht“, sagt Ernst Buchow, erster Vorsitzender der Initiative Bauen mit Backstein, voller Freude über die großartige Teilnehmer-Resonanz. „Ich danke allen Wettbewerbern für ihr Interesse an diesem Preis!“ (weiterlesen …)


13. Apr

Klinker – Tragwerk oder Tapete

veröffentlicht am 13.04.2017 um 11:22 Uhr / von Isabell Reinecke / 0 Kommentare

Die Renaissance des Backsteins ist dank seiner unverwechselbaren Haptik und künstlerischen Strahlkraft in der aktuellen Architekturszene überall zu spüren. Wie nationale und internationale Architekten den traditionellen Baustoff Klinker immer wieder neu interpretieren, stellten am 7. und 8. März Ir. Koen Mulder aus Delft, Dipl.-Ing. Joerg Verwohlt aus Emsdetten, Jeroen Geurst aus Den Haag und Dipl.-Ing. Joachim Hein aus Düsseldorf den rund 470 Teilnehmern beim Klinkerseminar in Nottuln vor.

„Klinker – Tragwerk oder Tapete“: Mit einer Frage, die eigentlich keine Frage ist, eröffnet Dr. Christina Hagemeister die14. Auflage des Klinkerseminars 2017: „Wir haben unser Leitthema bewusst ohne Fragezeichen formuliert, weil es uns nicht darum geht, zu philosophieren, was das Richtige ist, sondern weil wir mit Ihnen die vielfältigen Ausprägungen des Klinkers beleuchten wollen.“ In ihren Vorträgen luden die Referenten die Teilnehmer ein, ihre Sichtweisen auf die vielfältige Materialität von Klinker kennenzulernen.
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13. Apr

Zufallsfund führt zu einem historischen Ziegelbrandofen

Juwel der traditionellen Brennkunst schlummerte jahrhundertelang im Boden

veröffentlicht am 13.04.2017 um 10:24 Uhr / von Dorota Wilke / 1 Kommentar

Manchmal sucht man nicht – und findet trotzdem. So erging es Bauarbeitern im münsterländischen Nottuln, die mit den Vorarbeiten für eine Umgehungsstraße beauftragt waren. Als sie auf Strukturen im Boden stießen, die sie nicht zuordnen konnten, wurde der Kampfmittelräumdienst gerufen. Mithilfe von speziellen geomagnetischen Geräten wurde schnell klar: Diese rechteckigen Strukturen, die sich unter der Oberfläche abzeichneten, waren von Menschen erschaffen worden. Der Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe wurde zu Rate gezogen und stellte fest: Bei dem Fund handelt es sich um einen alten Ziegelbrennofen – den besterhaltenen aus der Zeit der Wanderziegler und das nur einen Steinwurf vom heutigen Standort des Klinkerwerks Hagemeister entfernt.DCIM100GOPROGOPR0174.

Irgendwann im 19. Jahrhundert, spätestens in den 1820ern, muss diese Anlage in Betrieb gewesen sein, schätzen die Experten. Fingerabdrücke in Ziegeln, die im Boden gefunden worden waren, zeugen noch heute von der schweren Arbeit, die die Ziegler hier verrichtet haben. Gemutmaßt wird, dass sie diese Anlage nur solange betrieben, wie sie nötig war – vermutlich, um für das 1748 bei einem Feuer zerstörte Nottuln den notwendigen Baustoff zu liefern.
Schürgänge zur Befeuerung, Brennkammer und eine Rampe als Zugang haben den Zahn der Zeit überlebt, ein Stück entfernt wurde die Grube lokalisiert, in der die Ziegler den Ton mühevoll abgebaut haben, um ihn dann zunächst mit eigener Muskelkraft, später mithilfe von Pferden mit Wasser zu mischen und ihn so geschmeidig zu machen.
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12. Dez

Hochwertiges Backsteinbuch informiert über Klinker

Ausgewählte Hagemeister-Objekte geben Einblick in verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten

veröffentlicht am 12.12.2016 um 15:46 Uhr / von Dorota Wilke / 0 Kommentare

Es gibt Dinge, die nicht aus der Mode kommen: Das „kleine Schwarze“, eine gute Flasche Rotwein, und Ziegel. Seit Jahrtausenden sind Ziegelsteine im Gebrauch – egal ob für kleine Häuser oder Pyramiden. Der Baustoff ist beständig und nachhaltig. In einigen Epochen war er verpönt, weil er zu rustikal wirkte und wurde kurzerhand weiß verputzt, so dass die Arbeit des Handwerkers nicht mehr sichtbar war.

Doch er hat alle Mode- und Baustile überdauert und ist auch heute aktiv dabei, wenn es um moderne und traditionell angehauchte Bauten geht. Die Deutsche Verlags-Anstalt DVA hat Einfamilienhäusern, die aus Backstein gebaut worden sind, ein ganzes Buch gewidmet.

Auf über 150 Seiten präsentieren sich verschiedene Baustile aus unterschiedlichen Ländern – es gibt aber auch einen kleinen Einblick in die Herstellungs- und Verlegetechnik der Klinker. Es macht ordentlich was her, das Buch “Moderne Einfamilienhäuser aus Backstein” der DVA. Ein Hardcover im DIN-A4-Format, das reich bebildert ist, zeigt verschiedene Einfamilienhäuser, deren Bauherren sich entschieden haben, auf einen traditionellen Baustoff zurückzugreifen. Dabei wird klar: Farblich hat Klinker einiges zu bieten.

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04. Mai

Geschichte des Klinkers Teil 2

Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert

veröffentlicht am 04.05.2016 um 11:01 Uhr / von Simone Müller / 1 Kommentar

Der Einsatz von Ziegel zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Bauwesens. Im ersten Teil unserer Blogreihe beschäftigten wir uns bereits mit den Urformen des Materials vor 12.000 Jahren bis zur Spätantike. Zwischen Mittelalter und 19. Jahrhundert erlebte die Klinkerarchitektur jedoch phasenweise Hoch- und Tiefpunkte: Mit der Backsteingotik hatte der gebrannte Ton um 1200 abermals an Bedeutung gewonnen. Die römische Kirche errichtete mithilfe des massiven Baustoffs imposante Gebäude. Während der Renaissance und dem barocken Zeitalter trat der Stein als sichtbares Element zunächst wieder in den Hintergrund. Mit der industriellen Revolution wurde der Brennvorgang mechanisiert und der Ziegel nahm erneut erheblichen Einfluss auf die Architekturgeschichte. Erstmals normten Richtlinien das Format der Steine.

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29. Jan

“Klinker ist ein disziplinierendes Material”

IM GESPRÄCH MIT JAN PETER WINGENDER

veröffentlicht am 29.01.2016 um 12:07 Uhr / von Simone Müller / 0 Kommentare

Jan-Peter-WingenderBeständige, funktionale und zum Ort passende Bauten charakterisieren die Architektur von Jan Peter Wingender, Mitgründer des Amsterdamer Büros Office Winhov. Im Interview spricht der Architekt, Hochschuldozent und Buchautor über Materialdenken, Veränderungen und Trends in der niederländischen Baukultur sowie seinen besonderen Bezug zum Baustoff Klinker.

Herr Wingender, wie würden Sie Ihre Architektur beschreiben? 

Jan Peter Wingender: In unserem Büro interessieren wir uns besonders für gewöhnliche Gebäude. Die Stadt ist auf Grundlage solcher Bauten geschaffen. Wir verstehen darunter Architektur, die sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern sich mit dem städtebaulichen Kontext auseinandersetzt und in das Stadtgefüge integriert. Häufig werden solche Objekte fälschlicherweise als normal oder sogar banal eingestuft. Jedoch sind sie nicht einfach zu entwickeln. Hinter ihrer vermeintlichen Gewöhnlichkeit steckt eine Raffinesse, die ihnen schließlich einen Sinn verleiht. Sorgfältige Studien des Ortes und eine starke formale, materielle Präsenz charakterisieren unsere Designs.

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20. Aug

Geschichte des Klinkers Teil I

FRÜHE HOCHKULTUREN UND ANTIKE

veröffentlicht am 20.08.2015 um 13:44 Uhr / von Simone Müller / 0 Kommentare

Therme-RomOb Chinesische Mauer, Hagia Sophia in Istanbul oder Chilehaus in Hamburg: Ziegel sind seit den frühen Hochkulturen einer der wichtigsten Baustoffe der Menschheit. Die Baugeschichte hat unzählige Meisterleistungen hervorgebracht, die dank des langlebigen Materials noch immer erhalten sind. In unserer Blog-Reihe „Geschichte des Klinkers“ stellen wir den langen Weg von den ersten Lehm-Ziegeln bis zur heutigen Brennkunst des Klinkers vor. Im ersten Teil widmen wir uns den Urformen des Materials vor 12.000 Jahren bis zur Spätantike. (weiterlesen …)


02. Jun

DIE WELT DURCH SCHÖNHEIT VERÄNDERN

Karl Friedrich Schinkel (*13.03.1781, Neuruppin / +09.10.1841, Berlin)

veröffentlicht am 02.06.2015 um 8:02 Uhr / von Stefanie Kamphues / 0 Kommentare

Karl_friedrich_schinkelKarl Friedrich Schinkel war ein preußischer Baumeister, Architekt, Stadtplaner, Maler, Grafiker und Bühnenbildner, der den Klassizismus in Preußen entscheidend mitgestaltete und das Bauen unter den Gesichtspunkten der Zweckmäßigkeit betrachtete. Darunter standen die Form, das Verhältnis und der Charakter eines Gebäudes mit den Haupteigenschaften bestes Material, beste Bearbeitung und Fügung des Materials.

1798 wurde er in das Elternhaus von Friedrich Gilly in Berlin aufgenommen wodurch er im gleichen Jahr von König Friedrich Wilhelm III an die Bauakademie gelangte. Friedrich und David Gilly lehrten dort, Schinkel war ihr Meisterschüler.

1806 bekam der junge Architekt in Zülchow bei Stettin Kontakt zur Herstellung von Mauerziegeln und Schamottesteinen. Zunächst wurde er Oberbau-Assessor für das „ästethische Fach“, später Geheimer Oberbaudirektor und Beauftragter für die Denkmalpflege in Preußen. Er erstellte mehrere Gutachten zur Instandsetzung von Kirchen.

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14. Apr

Kunst in allen Disziplinen

PETER BEHRENS (*14. APRIL 1868 IN HAMBURG; †27. FEBRUAR 1940 IN BERLIN)

veröffentlicht am 14.04.2015 um 14:40 Uhr / von Simone Müller / 0 Kommentare

Peter_Behrens,_um_1913

Architekt Peter Behrens, um 1913. Fotografie von Waldemar Titzenthaler

Der Begriff „Industriedesign“ ist in der heutigen Zeit eine von vielen genutzte Beschreibung für die Gestaltung von Alltagsgegenständen. Wer diesen Begriff aber maßgeblich geprägt hat und für die Entwicklung und Verbreitung dieser Kunstform verantwortlich ist, wissen nur wenige. Peter Behrens, geboren im Jahr 1868 in Hamburg, war Architekt, Maler, Grafiker, Designer, Typograf und Erfinder der ersten Corporate Identity. Die Architektur brachte sich das Universaltalent autodidaktisch bei und überzeugte mit eindrucksvollen Entwürfen und Bauten. Immer wieder griff Behrens auf Klinker als prägendes Fassadenmaterial zurück, so auch beim Bau des Hauptlagerhauses der Gutehoffnungshütte in Oberhausen oder dem Technischen Verwaltungsgebäude der Hoechst AG in Frankfurt. Mit seinen Arbeiten inspirierte er namhafte Künstler und war unter anderem Lehrer renommierter Architekten, wie zum Beispiel Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe oder Le Corbusier.

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03. Mrz

Backsteintektonik

veröffentlicht am 03.03.2015 um 18:24 Uhr / von Simone Müller / 0 Kommentare

 

Auszüge aus Udo Garritzmann: Die Tektoniken der Backsteinarchitektur – Zwischen der Tektonik des Lasttragens und der Tektonik der Bekleidung

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Dieser Essay ist als Beitrag zu dem Projekt An Exacting Material: Tectonics in Contemporary Brick Architecture an der Academie voor Bouwkunst Amsterdam entstanden.

In einem niederländischen Wörterbuch der Architektur aus 2005 wird Backsteinarchitektur definiert als „Architektur, die Backstein konstruktiv verwendet, als ein Stapelmaterial mit kleinen Maßen. Der Backstein erfüllt eine lasttragende Funktion, und ist daher nicht bloße Füllung oder Bekleidung“

Die Bezeichnung Backsteinarchitektur bei zeitgenössischen Gebäuden bezieht sich in der Regel auf die Verwendung von Backstein genau als Bekleidung oder Füllung. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich das zitierte Wörterbuch insbesondere auf die Architektur vor 1900 bezieht, und dass seine Autoren sich mit der Konservierung und Restaurierung des niederländischen architektonischen Kulturguts beschäftigen.

 

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